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Therapiemöglichkeiten

Bevor eine arteriovenöse Malformation behandelt werden kann, muss diese korrekt diagnostiziert und klassifiziert werden. Neben dem Doppler-Ultraschall (mit Blutflussmessung) ist eine MRT-Untersuchung wichtig, um alle abführenden Venen darzustellen, da sonst das Behandlungsergebnis verschlechtert werden könnte und die Beschwerden bald wieder auftreten. Außerdem kann es sein, dass vor der eigentlichen Behandlung eine Angiographie (Gefäßdarstellung) zur Therapieplanung notwendig ist.

Die Behandlung der AVM erfolgt ebenfalls meist über einen kleinen Gefäßzugang in der Leiste (ähnlich wie bei Untersuchung der Herzkranzgefäße). Dabei werden die zu- und/oder abführenden Gefäße mit einem Embolisat („Gefäßkleber“) oder Coils (kleine Platinspiralen) verschlossen. Ebenfalls wird oft eine Direktpunktion des Nidus (der Gefäßaufweitung) vorgenommen. Um einen längerfristigen Erfolg erzielen zu können, kann es sein, dass der Eingriff wiederholt werden muss.

Der Eingriff erfolgt unter stationären Bedingungen auf unserer Gefäß-Station. Hierbei werden Sie von einem interdisziplinären Team bestehend aus Radiologen, Gefäßchirurgen, plastischen Chirurgen, Hautärzten, Kinderärzten und Kinderchirurgen betreut.
Meist können Sie das Krankenhaus nach 3-5 Tagen wieder verlassen.

Um das Behandlungsergebnis so gut wie möglich zu erhalten, planen wir regelmäßige, ambulante Nachkontrollen.

 

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